SeminarSitzung: 17. Mai 2004 

Zurück

  • Rassismus in Kinder- und Jugendliteratur (Rest des Referates)
    Referentinnen: Justine Lunau-Mierke + Jenny Zombik + Janna Wendt

  • Speziell: Ist Jim Knopf nun schwarz ... oder was?
    Referentinnen: Birte Rocholl + Laura Seiffert + Katja Bach

  • Interkulturelle Bilderbücher - Interkulturelle Didaktik und Methodik
    A
    llgemeine darstellende Literatur, s. Literaturverzeichnis
    17. 05. 2004
    ReferentInnen: Stefanie Wilken + Katrin Horn + Ulrika Klemp

  • Beispielhafte Bilderbuch-Didaktisierungen von Heidi Rösch: Rafik Schami: Der Wunderkasten
    17. 05. 2004
    Referentin: Lina
    Schneider

Im Anschluss an die SeminarSitzung:
Verteilung der Bilderbücher für die RezensentInnen

Verantwortlich für die Gestaltung der Sitzung: Justine Lunau-Mierke + Jenny Zombik + Janna Wendt / Birte Rocholl + Laura Seiffert + Katja Bach / Stefanie Wilken + Katrin Horn + Ulrika Klemp / Lina Schneider / Manfred Huth



Interkulturelle Formen der Migrationsliteratur (nach Heidi Rösch) 1. Kulturvermittlung Einführung in eine fremde Lebenswelt; keine ‚reine’ Darstellung von Lebensformen  komplexe und individualisierte (nicht ethnizistische) Beschreibungen 2. Selbst- und Fremdreflexion Thematisierung der Auseinandersetzung und Konfrontation mit dem ‚Fremden’ Zerlegung von Fremdbildern und Zuschreibungen 3. Empathische Kulturkritik Das ‚Fremde’ im Rückgriff aus das ‚Eigene’ verstehen Gemeinsame Kultur verschiedener Gruppen Kulturkritik ist nicht auf best. ethnische Gruppen beschränkt  Erfahrungsbereiche, Denkstrukturen, Handlungspraktiken 4. Antirassistisches Erzählen ImmigrantInnen und ihre Sprache literatur- und diskussionsfähig machen (aus deren Perspektive) Inhaltliche und Sprachliche Auseinandersetzung mit Unterdrückung und Ausgrenzung Suche nach einer anti-rassistischen Sprache, keine festen Täter-Opfer Zuschreibungen Literatur: Heidi Rösch: Migrationsliteratur im interkulturellen Kontext, Frankfurt, 1992. „Der Kinderflohmarkt“ von Eleni Torossi Zur Bearbeitung im Seminar in 3er Gruppen und anschließender Diskussion dienten folgende Fragen an den Text als Grundlage: - Wodurch wird der Text zum interkulturellen Text? - Welcher interkulturellen Form(en) nach H. Rösch entspricht er? - Wo liegt hier der Konflikt? - Wie beurteilt ihr die vorgegeben Konfliktlösung? - Was ist/sind eurer Meinung nach die wesentliche Textaussage(n)? (auch im Hinblick auf die Lösungsstrategien) - Wie würdet ihr den Text Im Unterricht bearbeiten? - Was wäre ein möglicher Einstieg? - Wie lässt sich gerade der Konflikt angemessen bearbeiten? - Welche Themen lassen sich von dem Text ausgehend thematisieren? - Welche Arbeitsformen fallen euch ein? „Der Kinderflohmarkt“ von Eleni Torossi Mögliche Didaktisierung nach Heidi Rösch Insgesamt: Überbetonung der Ausländerthematik lässt sich vermeiden. Thema: Konflikt der Eltern und Kinder als Stellvertreter für das Alte und Neue. Einstieg: Lehrperson gibt die Namen der Kinder an. Wo könnte die Handlung ausgehend von den Namen spielen? Herausarbeitung von Handlungsort und -zeit. Anhand der Angaben überlegen die Schüler welche Geschichte sich hier ereignen könnte. Was erleben die 6 Kinder miteinander? Vorlesen der Geschichte. Überprüfen der Vorannahmen, Revidierung des Themas. Bearbeitung des Konflikts: Anhand des Satzes „Melek kehrte wieder um“ beschreiben die Schüler Meleks Gefühle und erklären wie sie zu dieser Überlegung kommen. Vergleich der unterschiedlichen Einschätzungen. Herausarbeitungen der Merkmale von Vorurteilen: Keine direkte Äußerung den Betroffenen gegenüber; meist bevor man etwas über die Gruppe weiß. Gefahr der Fortsetzung von Vorteilen als Gegenwehr, Ausdehnung der Vorurteilsproblematik (bleibt nicht auf Ausländer beschränkt) Wer macht dies Äußerungen im Text, über wen? Was sagen sie aus und was soll damit erreicht werden? Gegen welche Gruppen sind sie gerichtet (Geschlecht, Nationalität, Lebensweise) Nachvollzug der Konfliktstrategie: Rollenspiel ausgehend von den Satz „geheimnisvoll stecken alle ihre Köpfe zusammen“  Kinder übernehmen die Rollen und können sich eigene Konfliktlösungen überlegen Diskussion über die Vorschläge Beurteilung der Lösung (Ende der Geschichte) nach Eleni Torossi: Kennt ihr solche Feste? Wie laufen sie ab? Nebeneinander als Miteinander? Ist das möglich? Wie geht es weiter nach dem Kinderflohmarkt? Wer wird aktiv? Kinder als Aufklärer und Vermittler… Literatur: Heidi Rösch: Bilderbücher zum interkulturellen Lernen, Baltmannsweiler, 1997. Referat und Berabeitung von Sarah Lieb

Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!