Bilderbuch-Kurzvorstellung 

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Bei den folgenden Beschreibungen / Einschätzungen der jeweiligen Bilderbücher handelt es sich um SpontanEindrücke beim Lesen des Buches während der ersten SeminarSitzung nach folgenden Arbeitsaufträgen:

  • Gibt es eurer Meinung nach interkulturelle Hinweise in dem Buch?
  • Gibt es Anzeichen auf antirassistische Aspekte?

Asare, Meshack: Die Kinder des Baumes. Eine Geschichte aus Namibia. Göttingen: Lamuv 1990. A4-Format, 47 S., 24,00 DM. ISBN 3-88977-199-8.
Inhalt des Buches:
Zu Beginn des Buches werden die Landschaft, die Tiere und verschiedene Völker oder Kulturen wie beispielsweise die so genannten Felsenleute (Jäger) und Feuerleute (Schmiede) in Afrika, Namibia, beschrieben.
Dann wird die Geschichte eines Mannes und einer Frau erzählt, die ihr Leben bis zu diesem Zeitpunkt in einem Baum verbrachten (und diesen bis jetzt auch noch nicht verlassen haben) doch nun verlassen sie den Baum und treten so zum ersten Mal in die Welt, in die Natur, in das Leben hinein. Es wird beschrieben, wie sie mit, von und in der Natur leben und schließlich eines Tages eine Tochter bekommen.
Diese heiratet einen Mann aus der Kultur der "Felsenleute" und auch sie bekommen zwei Töchter über die gesagt wird, dass sie eines Tages  Mütter vieler Menschen sein werden, Mütter aller "Kinder des Baumes". So heiratet eine einen Mann aus dem Volk der "Ackerleute", die andere einen von den Feuerleuten.
Eines der Mädchen schließt, nachdem sie ihre anfängliche Angst überwunden hat, am Ende der Geschichte die Freundschaft mit einer Kuhherde und bekommt nun als Dank für den Schutz den die Herde bei ihrer Familie genießen kann, Milch von ihr.
Frage 1: Gibt es eurer Meinung nach interkulturelle Hinweise in dem Buch?
In dieser Geschichte wird zum einen das Leben und die Natur einer für uns fremden Kultur gezeigt, zum anderen werden aber auch verschiedene Völker oder Kulturen innerhalb Afrikas, in diesem Falle innerhalb Namibias, beschrieben.
Frage 2: Gibt es eurer Meinung nach antirassistische Hinweise in dem Buch?
Die Menschen einer bestimmten Kultur oder eines "Stammes" heiraten Menschen aus anderen Kulturen und bekommen zusammen Kinder, die wieder mit Menschen einer anderen Kultur zusammenleben. Dadurch haben sie die Möglichkeit voneinander zu lernen und können so vielleicht ihr Leben vereinfachen oder verbessern, da sie ihren Wissensstand erweitern konnten.
Es scheint so, als hätten die Menschen bis zu dem Zeitpunk, an dem  "die Kinder des Baumes"  geboren wurden nur in ihrer eigenen Kultur gelebt haben, doch jetzt lernen sie auch andere Kulturen kennen und geben so ihr Wissen und ihr Können an andere weiter, lernen dafür aber auch etwas von den anderen.
Am Ende schließen die Menschen sogar Freundschaft mit den Kühen, obwohl sie Anfangs angst vor ihnen hatten und auch hier wird beschrieben, wie sie nun voneinander und miteinander leben können.
Es werden also keine Menschen auf Grund ihrer Kultur oder ihrer "Rassenzugehörigkeit" abgelehnt oder benachteiligt.
Hinweis:
Hier in Deutschland können die Kinder, die dieses Buch lesen etwas über das Land oder den Kontinent Afrika erfahren und darüber wie einige Kulturen dort lebten (und vielleicht auch heute noch in ähnlicher Weise leben) wodurch vielleicht das Interesse an der afrikanischen Kultur geweckt wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt in dieser Geschichte ist, dass immer wieder Freundschaften geschlossen werden, zwischen Menschen verschiedener Kulturen und sogar zwischen Mensch und Tier. Alle die hier beschriebenen neu geschlossenen Freundschaften sind für die Menschen immer gewinnbringend, es entstehen keine negativen Folgen, was man an dem Zusammenleben der Menschen sehr gut erkennen kann.
Allerdings ist dieses Buch (wie man im Anhang lesen kann) nicht für deutsche Kinder geschrieben, sondern für die Kinder in Namibia. Bei der Geschichte handelt es sich um eine Fassung einer Version einer eigentlich immer mündlich überlieferten Geschichte.
Leider existieren ja besonders in Afrika häufig Konflikte auf Grund von Stammeszugehörigkeiten. Doch in dieser Geschichte leben die Menschen ganz unterschiedlicher Kulturen friedlich und gemeinsam miteinander, was zeigt, dass ein Leben jenseits der Problematik der Stammeskonflikte oder ?Rassenzugehörigkeit? möglich und gewinnbringend ist.
So können alle Kinder die dieses Buch lesen, egal ob sie nun in Afrika oder Europa geboren sind "lernen", dass alle Menschen "Kinder des Baumes" sind und dadurch zusammengehören und miteinander leben müssen und es, wie in der Geschichte gezeigt wird, auch können.
In dieser Geschichte werden keine Probleme beschrieben, die dann im Laufe der Geschichte gelöst werden, dafür zeigt dieses Buch aber Beispiele oder Möglichkeiten, wie überall auf der Welt existierende Probleme überwunden werden können. Oder es wird vielmehr verdeutlicht, dass es möglich ist in Freundschaft miteinander zu leben.
(Gruppe: Mariam H. Und Nadia B.)

 

Asare, Meshack: Kwajo und das Geheimnis des Trommelmännchens. Stuttgart: Kreuz-Verlag 1995. 41 S., 19,80 DM. ISBN 3 7831 1390 3.

 

Adiaffi, Jean-Marie / N?Doye, Assane: Die Geschichte vom kleinen Elefanten. Göttingen: Lamuv 1991. 43 S., 19,80 DM. ISBN 3-88977-270-6.

 

Anan, Kobna / Amonde, Omari: Das Lied der bunten Vögel. 4. Auflage. Münsingen / Bern: Fischer Verlag 1995. 30 S., 25,80 DM. ISBN 3-85681-219-9.

 

Ball-Simon, Danièle / Boschetti, Silvia: Määäh! sagte der kleine Wolf. Zürich / Hamburg: Nord-Süd Verlag / Gossau 2002. A4-Format, 24 S., 12,80 Euro. ISBN 3-314-01040-0.
In dem Kinderbuch "Määh!, sagte der kleine Wolf", geht es um ein Wolfsbaby, das von einer Schafsfamilie großgezogen wird. Der kleine Wolf ist sich seiner Herkunft nicht bewusst, bis er einem ausgewachsenen Wolf begegnet, der ihn dazu bringt seine wahre Identität zu erkennen und ihn in die Gesetze der Natur einweist. Als der alte Wolf darauf hin die Schafsfamilie angreifen will, stellt sich der junge Wolf dazwischen und gelobt die Schafsfamilie zu beschützen, obwohl er von nun an den Weg eines Wolfes gehen werde.
Die Interkulturellität in diesem Buch entsteht dadurch, dass der kleine Wolf zwischen zwei Kulturen steht: Zwischen der, in der seine Wurzeln verankert sind und der, in der er aufgewachsen ist. Man könnte das Schicksal des kleinen Wolfes mit dem eines Migranten vergleichen. Er muss nun, da er weiß wo er kulturell betrachtet hingehört, versuchen diese beiden, völlig unterschiedlichen Welten unter einen Hut zu bringen? Er steht sozusagen mit beiden Beinen in unterschiedlichen Kulturen, denn sich für nur eine der beiden Kulturen zu entscheiden wäre sehr schwer.

Ein Ansatz zum Antirassismus wird in diesem Buch nur bedingt deutlich. Es wird sehr klar, das die beiden Kulturen nicht miteinander vereinbar sind. Es ist ein entweder oder. Der kleine Wolf toleriert zwar weiterhin die Schafe, lebt aber von nun an das Leben eines Wolfes. Eine Vereinbarung scheint nicht möglich. Er zieht seine Rasse der Schafsrasse vor.

Andererseits wird der große Wolf als böse dargestellt, als er versucht die Schafsfamilie anzugreifen. Der kleine Wolf zeigt ?Zivilcourage?, indem er für die Schafe einsteht. Er wagt damit erste Schritte in Richtung Antirassismus.

(Janna + Jenny)

 

Banyai, Istvan : Zoom. 2. Aufl. Aarau / Frankfurt/M./Salzburg: Sauerländer 1995. 31 S., 24,80 DM.

ISBN 3-7941-3900-3.

 

Banyai, Istvan : Re-Zoom. 2. Aufl. Aarau / Frankfurt/m./Salzburg: Sauerländer 1995. 31 S., 24,80 DM. ISBN 3-7941-3986-0.

 

Barbosa, Rogério Andrade / Fittipaldi, Ciça: Großvater Ussumane erzählt ?Tiergeschichten aus Afrika. Wuppertal: Peter Hammer Verlag 1990. 63 S., 22,80 DM. ISBN 3-87294-412-6.

 

Beer, Hans de: Küçik Beyaz ayi nereye Gidiyorsun? Kleiner 130 Eisbär, wohin fährst du? Deutsch-türkisch (auch in anderen Sprachen). Hamburg: Nord-Süd Verlag 1994. 28 S., 24,80 DM. ISBN 3 314 00665 9. - Die deutsche Fassung gibt es inzwischen auch bei dtv-junior: 2. Auflage. München: dtv 2002. 28 S., 6,50 Euro. ISBN 3-423-07954-1.

 

Belli, Gioconda: Die Werkstatt der Schmetterlinge. Wuppertal: Peter Hammer Verlag 1994. Großformat, 40 S., 36,00 DM. ISBN 3-87294-607-2.

 

Bode, Ann de / Broere, Rien: Tim gehört zu uns. Hamburg: Ellermann 2000. 31 S., 12,90 Euro. ISBN 3-7707-6428-5.

 

Bogackim, Tomek: Katz und Maus. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben / Urachhaus 1997. 26 S., 26,00 DM. ISBN 3-7725-1733-1.


Bollinger, Max / Obrist, Jürg: Der Hase mit den himmelblauen Ohren. Gossau / Zürich / Hamburg / Salzburg: Nord-Süd Verlag 1993. 24 S., 24,80 DM. ISBN 3-314-00634-9.
In diesem Buch gehtes um einen kleinen Hasen mit himmelblauen Ohren. Als er merkt, dass er anders ist als die anderen, schämt er sich und will hinaus in die Welt ziehen, wo ihn keiner kennt. Aber überall erregen seine Ohren Neugier und er wird ausgelacht. Da beschliesst er sich Berufe zu suchen, in denen Hüte getragen werden, um seine Ohren zu verstecken. Das klapp gut, und er wird immer akzeptiert, bis die anderen durch Zufall seine Ohren sehen. Dann lachen sie ihn aus und er zieht traurig von einem Beruf und einer Rasse zur anderen. (Schornsteinfeger -> Hunde; Schweine -> Bäcker etc.). Am Ende des Buches wird dem Hasen klar, dass etwas nur peinlich ist, wenn man sich dafür schämt und nicht dazu steht, denn als der Hase anfängt, auf seine Ohren stolz zu sein und selbstbewusst durch die Welt zieht, denkt keiner mehr daran ihn auszulachen und alle akzeptieren ihn.
Das Problemthema dieses Buches ist die Integration und das Gefühl, durch Intoleranz anderer nirgendwo dazuzugehören. Der kleine Hase zieht von Kultur zu Kultur, dargestellt durch die verschiedenen Tiere und nirgendwo passt er dazu.
(Young-Jun K. / Saskia L.)

Brühlmann-Jecklin, Erica / Blass, Jaqueline: Ümit will ein Doktor werden. Bern: Zytglogge Verlag 1997. A4-Format, 31 S., 29,00 DM, ISBN 3-7296-0559-3.

 

Brülhart, Stephan: Leopold und der Fremde. Zürich: atlantis kinderbücher, verlag pro juventute 1993. A4-Format, 26 S., 22,80 DM. ISBN 3-7152-0262-9.

 

Brunhoff, Jean de: Babar auf Reisen. Zürich: Diogenes Verlag 1978. 48 Seiten, 27 x 37 cm, 19,90 Euro. ISBN 3 257 00592 X.

 

Brunhoff, Jean de: Babar und der Weihnachtsmann. Zürich: Diogenes Verlag 1980. 40 Seiten, 26,5 x 36 cm, 19,90 Euro. ISBN 3 257 00729 9.

 

Brunhoff, Jean de: Familie Babar. Zürich: Diogenes Verlag 1979. 40 Seiten, 27 x 37 cm, 19,90 Euro. ISBN 3 257 00605 5.

 

Brunhoff, Jean de: Die Geschichte von Babar. Zürich: Diogenes Verlag 1976. 48 Seiten, 27 x 37 cm, 19,90 Euro. ISBN 3 257 00581 4.

 

Brunhoff, Jean de: König Babar. Zürich: Diogenes Verlag 1977.

48 Seiten, 27 x 37 cm, 19,90 Euro. ISBN 3 257 00586 5.

 

Brunhoff, Jean de: Zephir macht Ferien. Zürich: Diogenes Verlag 1978. 40 Seiten, 27 x 37 cm, 19,90 Euro. ISBN 3 257 00602 0.

 

Brunhoff, Laurent de: Babars Geburtstag. Zürich: Diogenes Verlag 1978. 32 Seiten, 22 x 27,5 cm, 14.90 Euro. ISBN 3-257-00827-9.

 

Bulang-Lörcher, Monika / Große-Oetringhaus, Hans-Martin: Aminatas Entdeckung. 2. Aufl. Frankfurt/M.: Arbeitskreis Grundschule ? Der Grundschulverband 1994. A4-Format, 34 S., 10,00 DM. ISBN 3-930024-50-0.
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Schmitt, Rudolf (Hg.): Materialband zu Aminatas Entdeckung.
Frankfurt/M.: Arbeitskreis Grundschule ? Der Grundschulverband 1994. A4-Format, 96 S., 8,00 DM. ISBN 3-930024-56-X.

 

Cave, Kathryn / Riddell, Chris: Irgendwie Anders. Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 1994. A4-Format, 24 S., A4-Format, 12,00 Euro. ISBN 3-7891-6352-X.

 

Carle, Eric: Die kleine Maus sucht einen Freund. Hildesheim: Gerstenberg 1995. Pappbändchen, 29 S., 16,80 DM. ISBN 3-8067-4691-5.

 

Decker, Yvonne: Jonas. Ein Kind aus Ghana. Hrsg. V. IbiS. Freiburg: Eigendruck o. J. A4-Format, 22 S. ISBN 3-937327-01-0.

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Decker, Yvonne: Jonas. Ein Kind aus Ghana. Materialien und Unterrichtsvorschläge. Hrsg. V. IbiS. Freiburg: Eigendruck o. J. A4-Format, 24 S. Zusammen 8,00 Euro + 2,00 Euro Versand. ISBN 3-937327-01-0. ? Bezug: IbiS, Schwarzwaldstr. 2, 79117 Freiburg, Fax: 0761 701 921, mail@ibis-freiburg.de

 

Denk, Gabriele: Disteline. Die Geschichte einer stacheligen Pflanze. Linz: Veritas 1995. 15 S., 5,80 DM. ISBN 3-7058-0847-8.

 

Ellabbad, Mohieddin: Das Notizbuch des Zeichners. Zürich: atlantis verlag pro juventute 2002. 32 S., 13,00 Euro. Reihe Baobab. ISBN 3-7152-0473-7.

 

Escala, Jaume / Vedrell, Canne Solé: Die Kinder vom Meer. Frankfurt/M.: Alibaba 1994.

 

Etschmann, Ina und Walter: Bis dann in Istanbul. O.O.: Lappan Verlag 1994. A4-Format, 24 S., 22,00 DM. ISBN 3-89082-139-1.

 

Gehrmann, Katja: Strandhunde. Hamburg: Carlsen Verlag 2001. A4-Format, 32 S., 14,00 EURO. ISBN 3-551-51539-5.

Katja Gehrmanns ”Strandhunde” handelt von dem Hund Finn, der von seiner Menschenfamilie am Strassenrand ausgesetzt wird. Bei dem Versuch allein nach Hause zu finden, landet er an einem Strand mit vielen Menschen. Orientierungslos irrt er umher und begegnet Paco, einem ebenfalls ausgesetzten Hund, der im Gegensatz zu Finn, das Alleinsein schätzt. Paco schickt ihn zu Bensen, der versucht eine neue Familie für Finn zu finden. Das gestaltet sich als schwierig, da alle ausgesuchten Leute und Familien ungeeignet sind. Ihre Art zu leben ist eine ganz andere, als die von Finn. Als er versucht sich Nahrung zu beschaffen, wird er von den Menschen verjagt. Schließlich zieht Finn die Einsamkeit vor und flüchtet vor den Menschen zum Hafen. Dort findet er nicht nur ein ruhiges Plätzchen sondern auch einen freundlichen Kapitän, mit dem er aufs Meer hinaussegelt. 

Interkulturelle Hinweise gibt es insofern als daß Finn als Verstoßener und Heimatloser verstanden werden kann, der auf der Suche nach einem neuen Zuhause fremde Lebensräume betritt, in denen er sich aber nicht zurechtfinden kann, da die Ausgesuchten seinen Wünschen und seiner Lebensart nicht entsprechen. Dabei geht es sicher um Toleranz und gegenseitige Akzeptanz. Erst der Kapitän, der sein Essen mit Finn teilt und ihn damit ”einlädt”, läßt ihn endlich “ankommen”. Das gemeinsame Hinaussegeln aufs offene Meer könnte das Symbol für Freiheit und Hoffnung sein. 

Antirassistische Aspekte gibt es in Gestalt des Kapitäns, der schon zwangsläufig durch seinen Beruf als Weltreisener und damit symbolisch als weltoffenes und tolerantes Wesen verstanden werden kann. 

(Anna Kludas + Laura Seiffert)

 

Ghazinoor, Ghodsi: Die kleine Schnecke. Unkel/Th.: Horlemann 1993. 16 S., 12,80 DM. ISBN 3-927905-87-9.

 

Glitz, Angelika / Sönnichsen, Imke: Das Findel-Ei. Stuttgart / Wien / Bern: Thienemann 1999. 24 S., 22,00 DM. ISBN 3 522 43301 7.

 

Göknil, Can: Klein sein ist nicht einfach ... Frankfurt: Dagyeli Verlag 1987. 16 S., 17,80 DM. ISBN 3-924320-64-0.

 

Gray, Nigel (Text) / Dupasquier, Philippe (Illustrationen): In einem fernen Land. (Deutsch von Friedrich Langreuter.) Ars Edition 1988. (Titel der Originalausgabe: A Country Far Away.)

 

Haentjes, Dorothee / Weber, Mathias: Typisch Erdferkel. München: Ellermann 19987. A4-Format, 24 S., 24,80 DM. ISBN 3-7707-6391-2.

 

Hebrock, Andrea / Schlenz, Kester: Kleine Maus, ich mag dich. Ravensburg: Otto Maier 2001.

 

Hoffmann, Heinrich: Der Struwwelpeter. Ungekürzte farbige Ausgabe. München: Pestalozzi-Verlag o.J. Pappband, 17 S., 4,00 Euro. ISBN 3-614-39801-3.
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Hoffmann, Heinrich: Der Struwwelpeter. Deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, lateinisch. 3. Auflage. München: dtv 1994. 137 S., 14,80 DM. ISBN 3-423-11861-X.

 

Hoffmann, Heinrich: Das Struwwelpeter - Pop - up - Buch. Eine Auswahl lustiger Geschichten und drolliger Bilder. Esslingen / Wien: Esslinger Verlag 1998. 12 S., 24,80 DM. ISBN 3-480-20253-5.

 

Hoffmann, Mary (Text) / Binch, Caroline (Bilder): Erstaunliche Grace. (Aus dem Englischen von Abraham Teuter.) Frankfiirt / M.: Alibaba (Titel der englischen Originalausgabe: Amazing Grace. London 1991)

 

Hüsler, Sylvia: Nana Luisa, das Zwergenmädchen. 2. Auflage. Zürich: Lehrmittelverlag des Kantons Zürich 1990. 36 S., 14,30 CHF. ISBN 3 85809 065 4 A.StartFragment --> 

Die Geschichte wird eingeleitet mit einem Immigranten namens Luigi, der nur mit einem Koffer bepackt nach Deutschland kommt, um als dort als Koch zu arbeiten.

In seinem Koffer befindet sich das italienische Zwergenmädchen  Nana Luisa. Sie versucht sich in Deutschland zurecht zufinden. Sie stößt dabei auf Probleme, wie Verständigungsschwierigkeiten, anders schmeckendes Essen, ... 

Unserer Meinung nach soll durch dieses Buch das Verständnis für Immigranten aufgebaut werden.

Wir fanden das Buch nicht empfehlenswert, da man der Geschichte teilweise schlecht folgen kann. Die Bilder sind nicht anschaulich und das Schriftbild ist verwirrend, weil die Schriftblöcke immer eine unterschiedliche Farbe haben. Es wird mal wieder das typische Klischee eines Italieners dargestellt: rot-weiß gestreiftes T-Shirt, Spagetti als Lieblingsspeise, Luigi als Name und von Beruf Koch.

Nett fanden wir die Traditionellen Rezepte zum Schluß. 

(Ilka Reuter, Christin Ohrem)

 

Hüsler-Vogt, Sylvia: ARZU. Eine interkulturelle Geschichte für die 2. und 3. Klasse. Zürich: Lehrmittelverlag des Kantons Zürich 1990. 36 S., 13,70 CHF. Ohne ISBN.

 

"Ich, Rassist?" Comic. Hrsg. v. d. Europäischen Kommission. Brüssel: Europäische Gemeinschaften 1998. A4-Format, 32 S. Download:
http://europa.eu.int/comm/publications/young/txt_whatme_racist_de.pdf
 

 

Kersting, Ursula / Vest, Brigitte / Pan?aloza: Tris Tras. Paulina erzählt aus Bolivien. Hrsg. v. Misereor. Aachen: Misereor 1991. A4-Format, 29 Seiten. ISBN 3-88916-083-2.

 

Kordon, Klaus / The Tjong Khing: Der große Fisch Tin Lin. Ravensburg: Otto Maier Verlag 1990. A4-Format, 24 S., 22,00 DM. ISBN 3-473-33566-5.

 

Krischanitz, Raoul: Niemand mag mich. Zürich / Hamburg / Salzburg: Michael Neugebauer Verlag, Verlagsgruppe Nord-Süd Verlag 1999. A4-Format, 24 S., 12,80 Euro. ISBN 3-85195-593-5.

 

Lobe, Mira / Weigel, Susanne: Das kleine ich bin ich. 23. Aufl. Wien / München: Verlag Jungbrunnen o.J. 31 S., 22,80 DM. ISBN 3-7026-4850-X.
In diesem Buch geht es um einen (Fantasie-) Tier, das "Ich-Bin-Ich", das nach seiner Identität sucht.
Es geht zu allen verschieden Tierarten (Pferde, Fische, Vögel, ...) und fragt diese, ob es einer von ihnen ist. Die Tiere vergleichen einander und stellen fest, dass das kleine "Ich-Bin-Ich" zwar einiges hat, was sie auch haben, z.B. vier Beine, einen Schwanz o.ä., aber im Großen und Ganzen doch anders ist (zu klein, zu bunt u.ä..).
Somit findet sich das kleine Ich-Bin-Ich alleine wieder und fragt sich, ob es überhaupt jemand ist und ob es etwas wert sei. Diese Traurigkeit und das Gefühl des Verloren-Sein führt dazu, dass es sich entschließt nicht auf die anderen zu hören und einfach festzulegen, dass er-Er-sei, also "Ich-Bin-Ich" zu sein.
Voller Freude kehrt er zur Wiese zurück, wo die anderen Tiere grasen und sagt allen, dass er-Er-sei. Die anderen Tiere akzeptieren es und sind zufrieden.
Interkulturelle Hinweise im Buch:
Das kleine Ich-Bin-Ich ist anders als die restlichen Tiere und von ihnen ausgeschlossen. Das ist eine Tatsache, die im Buch nicht hinterfragt wird (z.B. Warum diese nicht einfach über seine Andersartigkeit hinwegsehen können), sondern einfach fest steht.
Auch das Ich-Bin-Ich rüttelt nicht an der Tatsache anders zu sein, sondern an der, nicht zu wissen wer er sei und (somit) zu keiner "Gruppe" dazu zu gehören. Es scheint im Buch einfach geschildert zu sein, zu sagen: "Ich-Bin-Ich",
aber wie wir auch im Seminar - Gespräch gemerkt haben, geht das nicht so einfach, erst Recht, wenn man alleine ist und keinen Rückhalt in einer Familie, Verwandten, Kultur oder Ähnlichem hat.
Somit ist das für Kinder, die sich z.B. in ihrer Klasse ausgestoßen fühlen kein großer Trost, wenn sie davon lesen, wie einfach und wirksam es ist zu sagen, "Ich-Bin-Ich".
Meiner Meinung nach kein wirklich "interkulturelles Buch", eher geht es um Selbtbewusst - Sein und Vertrauen, aber das ist nicht so leicht für diejenigen, die in der Minderheit sind.
(Chiara)

 

Lobe, Mira / Weigel, Susanne: Die Geggis. 11. Aufl. Wien / München: Verlag Jungbrunnen 1996. 26 S., 24,00 DM. ISBN 3-7026-5584-0.

 

López Vigil, Maria und Nivio: Die Geschichte des respektlosen, aufmüpfigen, schlauen, spitzbübischen und immer zum Tanzen aufgelegten Güegüense. Wuppertal: Peter Hammer Verlag gemeinsam mit Solidaritätsfonds Hamburg 1992. 32 S., 29,80 DM. ISBN 3-87294-480-0.
Dazu erschienen: Material zum Bilderbuch. Anregungen zum Mitmachen, Nachmachen und Rollenspiel. Hrsg. v. Solidaritätsfons Hamburg. Wuppertal: Peter Hammer Verlag 1995. A4-Format, 28 S., 9,80 DM. ISBN 3-87294-645-5.

Machado, Ana Maria (Text) / Gabor Geszti (Illustrationen): Der Regenbogen. Wie die Kinder den Tyrannen vertrieben. (Aus dem Portugiesischen von Regula Renschler). Göttingen: Lainuv 1989, Originalausgabe 1982.

 

Malya, Simoni / Amonde, Omari: Wie die Giraffe zu ihrem langen Hals kam und andere Fabeln aus Tansania. Wuppertal: Jugenddienst Verlag 1981. 31 S., 19,80 DM. ISBN 3-7795-7352-0.

 

Mhlophe, Gcina / Tessmer, Silke: Wie die Geschichten auf die Welt kamen. A4-Format, 32 S., 17,90 Euro. ISBN 3-87294-809-1.

 

Matter, Mani / Weiss, Oskar: Dr Sidi Abdel assar vo El Hama. Berndeutsches Chanson. Mit Klavier- und Gitarrensatz. 2. Aufl. Bern: Zytglogge 1995. 21 S., 29,00 DM. ISBN 3-72-96-0497-X.

 

Müller, Heidrun: Kim ist meine Freundin. Hrsg. V. SOS Rassismus - Zivilcourage. Frankfurt: Brandes & Apsel 1999. Mit Hinweisen und Anregungen für Erwachsene. 22 S., 19,80 DM. ISBN 3-86099-180-9.

 

Muradi-Kimani, Husang / Sormann, Christine: Der Stiefel. Wien: Verlag Jungbrunnen 1995. A4-Format, 26 S., 24,80 DM. ISBN 3-7026-5676-6.

Leila bekommt ein wunderschönes neues Paar Stiefel geschenkt, von dem sie einen schon am ersten Tag verliert. Der Stiefel wandert durch die ganze Stadt, bis er schließlich wieder bei Leila ankommt.

Interkulturelle Aspekte sind an diesem Buch vor allem dadurch sichtbar, dass es von einem persischen Autor geschrieben wurde. Demnach sind Personen- und Straßennamen persisch mit deutscher Übersetzung in Klammern, eine Moschee kommt vor und die Seiten sind mit typischen Mustern eines Perserteppichs gestaltet. Auf den letzten beiden Seiten des Buches finden sich Anleitungen, wie man die Namen der Hauptcharaktere, "Leila" und "Marjam", sowie das Wort "Tschakmeh" (=Stiefel) in persischen Schriftzeichen schreibt. Dieser Aspekt macht das Buch zu einer interkulturellen Literatur, denn er ermöglicht Autor und Lesern eine Art Austausch über einen Teil der persischen Kultur.

(Maja Klooss)

 

Narang-Huth, Dyah: Ich bin bunt. Unveröffentlichtes Manuskript. Madrid 1999.

 

Nöstlinger, Christine / Sidibé, Frank Abu / Waldschütz, Barbara: Madisou. Wien: Dachs Verlag 1995. A4-Format, 36 S., 27,00 DM. ISBN 3-85191-026-5.

 

Öner, Cetin / Peker, Orhan: Gülibik der Hahn. Türkisch-deutsche Ausgabe, übersetzt von Cornelius Bischoff. Mülheim: Verlag an der Ruhr 1993. 86 Seiten mit Illustrationen, geb. 19,80 DM (bei Bezug im Klassensatz ab 15 Exemplare je DM 13,00 DM). ISBN 3-86072-112-7. Pappbilderbuch, 14 S., 4,95 Euro. ISBN 3-47330776-9.

 

Passantino, Fiona: Die Ameise und der Fluss. Wien: Dachs Verlag 2000. 43 S., 23,00 DM. ISBN 3-85191-184-9.

 

Penders, Monica / Smith, Mavis: Die grüne und die braune Schnecke. Ein Märchen über Vorurteile. Wuppertal: Jugenddienst-Verlag 1985. 30 S., 16,80 DM. ISBN 3-7795-7400-4.

 

Marcus Pfister: Gökkusagi Baligi. Der Regenbogenfisch. Türkisch-deutsch. Hamburg: Nord-Süd Verlag 1994. 28 S., 15,80 Euro. ISBN 3 314 00664 0.

 

Oehmig, Volker: Ballgeschichten. Fellbach: lucy körner verlag 1985. 26 S., 24,00 DM. ISBN 3-922028-11-X.

 

Quiroga, Horacio / Steinbach, Juliane: Der Krieg der Kaimane. Wuppertal: Peter Hammer Verlag 1995. A4-Format, 30 S., 24,80 DM. ISBN 3-87294-625-0.

 

Raschka, Chris: Hey! Ja? München: Carl Hanser Verlag 1997. A-4Format, 30 S., 12,90 ?. ISBN 3-446-18897-5.

 

Reider, Katja / Roehl, Angela von: Das Schaf mit dem Zitronenohr. Düsseldorf: Patmos 1999. A4-Format, 24 S., 24,80 DM. ISBN 3-491-37400-6.

Inhalt:

In dem Buch geht es um ein Schaf, das anders ist. Was dieses Schaf anders macht, ist, daß es ein zitronengelbes Ohr hat. Das Schaf fühlt sich dadurch als Aussenseiter und sieht Veräppelungen von anderen Tieren als Beweis dafür, daß es wegen seines Ohrs nicht gemocht wird. Läuft irgendetwas schief, wie zum Beispiel, daß ein anderes Tier auf seinem Lieblingsplatz liegt, ist das Ohr schuld.

Das Schaf hat einen Freund, der es nicht veräppelt, sondern liebevoll auf die Andersartigkeit eingeht und es Sternenohr nennt. Diesem Freund klagt das Schaf sein Leid und er kommt auf die Idee, man könne das Ohr ja einfach anmalen, daß es wie ein ganz normales Schafsohr aussieht. Gesagt ? getan. Das Schaf ist glücklich und spürbar selbstbewusster. Es begegnet den anderen Tieren schlagfertig und genießt den schönen Tag. Liegt jemand auf seinem Lieblingsplatz, findet es einfach einen neuen schönen Platz.

Nach einem Regenguß begegnet das Schaf dem Schwein, das es wieder veräppelt. Das Schaf ist verwirrt, warum nennt es ihn Zitronenohr, wo es doch jetzt 2 ganz normale Ohren hat? Als es zu seinem Freund läuft, sagt dieser, daß er das Ohr nie angemalt hat. Es wird dem Schaf klar, dass die anderen nur die Möglichkeit haben, sich lustig zu machen, weil es nicht zu seinem Ohr steht, denn als es sein Ohr selbst stolz Sternenohr nennt  und selbstbewusst den anderen Tieren begegnet, denkt keiner mehr daran sich lustig zu machen und alle akzeptieren es.

Interkulturelle Thematik:

Das Buch könnte man in dem Sinne auf interkulturelle Gemeinschaften beziehen, daß die verschiedenen Tierarten als eine Gemeinschaft stehen. Das Schaf wird nicht nur von den Schafen, sondern auch von den meisten anderen Tieren als andersartig ?veräppelt?.

Ein Kernthema ist Integration und Zugehörigkeit. Allerdings wird das Schaf nicht ausgeschloßen, weil es einer anderen Kultur angehört, sondern weil es anders ist, als die anderen Tiere seiner Art. Es stellt sich auch die Frage, ob das Schaf ausgeschlossen wird, oder ob es sich selbst quasi dadurch ausschliesst, daß es sich selbst nicht akzeptiert und so denkt, daß alle gegen es sind.

Als antirassistischen Aspekt könnte betrachtet werden, daß die Tiere lernen sich über Andersartigkeit nicht lustig zu machen, sondern sie als eine Eigenschaft des Individuums zu akzeptieren.

(Iris und Birte)

 

Resch, Barbara / Harranth, Wolf: Ein Elefant mit rosaroten Ohren. Jedan slon sa roza u?ima. Deutsch und serbokroatisch - auch in anderen Sprachen erhältlich. Wien, München: Verlag Jungbrunnen 1993. 32 S., 11,80 DM. ISBN 3-7026-5660-X.

 

Rettl, Christine / Blazejovsky, Maria: Bunte und Frieder. Wien / München: Verlag Jungbrunnen 1995. 26 S., 24,00 DM. ISBN 3-7026-5671-5.

 

Rettl, Christine / Weigel, Susi: Bei uns in Marabuland. Wien / München: Verlag Jungbrunnen 1991. 28 S., 24,80 DM. 3-7026-5638-3.

 

Reuter, Elisabeth: Soham. Eine Geschichte vom Fremdsein. München: Ellermann Verlag 1993. 24 S., 24,00 DM. ISBN 3-7707-6353-X.

In dieser Kinderbuchgeschichte geht es um eine Asylantenfamilie, die nach Deutschland kommt und versucht sich an das Leben und die Gewohnheiten in diesem Land zu gewöhnen. Der Hauptcharakter,  Soham, ist ein junges Mädchen, dass sich mit der neuen Situation zurechtfinden muss.

Zu Anfang ihres Aufenthaltes in Deutschland lebt die Familie, die Eltern, Soham und ihr kleiner Bruder Issa, in einem Asylantenheim. Dort muss sich die Familie mit Rassistischen Übergriffen auseinandersetzen. Aber auch die räumliche und finanzielle Situation ist problematisch. Diese Situation scheint sich offenbar zu verbessern, als die Familie das Aufenthaltsrecht bekommt, in eine Wohnung zieht und der Vater Arbeit findet. Doch auch hier bleiben ihnen fremdenfeindliche Äußerungen von den Nachbarn und für Soham von ihren Klassenkammeraden nicht erspart. In der Schule wird Soham ausgegrenzt, gehänselt und beleidigt. Sie fängt an ihre Heimat und die zurückgebliebenen Freunde zu vermissen, will aber nicht wieder zurück, da dort Krieg herrscht. Die Situation eskaliert als Soham die ständigen Beleidigungen nicht mehr erträgt und wegläuft. In diesem Moment schreitet der Lehrer der Klasse ein. Er zeigt den Kindern das ihre gesamte Umwelt, also nicht nur die Menschen, sondern auch alles was sie benutzen und essen, multikulturell geprägt ist. Den Kindern wird deutlich, dass sie einen Fehler gemacht haben. Der Lehrer führt das Projekt „Weltreise“ ein, in dem die Kinder ihre eigenen Länder, Kulturen und Religionen in der Klasse vorstellen können.

Das Buch beschreibt auf eine sehr kindgerechte Weise welche Auswirkungen die Fremdenfeindlichkeit und auch der Rassismus auf die Familie und Soham hat. Es sind auf jeder Seite große, farbige und anschauliche Bilder zu den jeweilig beschrieben Situationen vorhanden.

Frage 1: Gibt es eurer Meinung nach interkulturelle Hinweise in diesem Buch?

Die Geschichte bietet Einblicke in das Leben der Familie Sohams, legt Gründe für die Flucht (der Krieg) der Familie nach Deutschland dar und versucht aufzuzeigen in welcher zwiespältigen Situation sich die Familie befindet. Zum einen die Bemühungen sich an die Lebensweise der Aufnahmegesellschaft einzugewöhnen und zum anderen aber auch ihr bestreben ihre Wurzeln und Abstammung nicht zu vergessen und zu verlieren. Die schwierigen Lebensverhältnisse werden v.a. am Beispiel Sohams gezeigt die sich stark bemüht von den Kindern anerkannt zu werden und nicht nur auf ihre Herkunft reduziert zu werden. In der Geschichte erbringt der Lehrer die Lösung wie oben beschrieben. Durch die gemeinsamen Gespräche lernen die Kinder sich untereinander besser kennen und lernen etwas über andere Länder, Kulturen und Religionen.

Außerdem gibt der Text Hinweise über die Religion der Familie den „Islam“, so z.b., dass es für Moslems verboten ist Schweinefleisch zu essen.

Frage 2: Gibt es eurer Meinung nach antirassistische Hinweise in dem Buch?

Im Verlauf der Geschichte werden mehrere Szenen mit rassistischen Äußerungen und Handlungen beschrieben, die sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern ausgeübt werden. Die Folgen, die Trauer und der Ärger, die es bei Soham und ihrer Familie hat werden deutlich und authentisch dargestellt. Kinder, die das Buch lesen, können sich mit der Hauptfigur identifizieren und nachempfinden wie sich Soham fühlt, was auch die Empathiefähigkeit fördert. Außerdem soll Verständnis für Menschen geweckt werden, die sich in dieser Situation befinden. Den Lesern soll klar gemacht werden,  dass Fremdenfeindlichkeit ein absolut unbegründetes und unhaltbares Phänomen ist, das abzulegen ist, um ein friedliches gemeinsames Leben zu fördern.

Hinweis:

Das Buch ist für den interkulturellen und antirassistischen Unterricht einsetzbar, da die Geschichte eine realistische und eindrucksvolle Geschichte beschreibt die kindgerecht geschrieben ist und den Kindern die Möglichkeit gibt die Situation der Familie nachzuempfinden. U. E wird aber eine bedeutende Problematik nicht erfasst, die sich auf Arbeit des Lehrers bezieht. Die Kinder, die in dieser Geschichte fremdenfeindliche Aussagen machen berufen sich auf das was ihre Eltern ihnen erzählen und einbläuen. Der Unterricht oder Projekte wie die im Buch beschriebene „Weltreise“ sind nur ein Teil der Arbeit. Offensichtlich muss man im Unterricht auch andere Ebenen der antirassistischen Erziehung anpacken, die „eigentlich“ nicht in den Aufgabebereich der Schule zu fassen sind. Es gilt gegen, die in einer Gesellschaft, vorherrschenden Vorurteile und das eingefahrene Gedankengut gegenüber Migranten anzuarbeiten. Es stellt sich die Frage in welchem Maß dies möglich ist?

(Gruppe: Asiye und Nadin) 

 

Rowe, John A.: Raben Baby. 3. Auflage. Gossau / Zürich / Hamburg / Salzburg: Michael Neugebauer Verlag, Verlagsgruppe Nord-Süd Verlag 1997. 27 S., !2,80 Euro. ISBN 3-85195-342-8.

Inhalt:  

Zwei Raben, welche mit anderen Raben auf einem Baum leben, bekommen ein Raben-Baby. Zu ihrem Entsetzen stellt sich jedoch bald heraus, dass der kleine Rabe statt des für die Rabengesellschaft typischen "Gesanges" ("Raaaah") nur ein klägliches "Piep" hervorbringt. Mit allen Mitteln versuchen die aufgebrachten Eltern dem Baby den "wunderschönen Rabengesang" beizubringen, aber ohne Erfolg. Schließlich ist es der virtuose Sänger Opa-Rabe, der herausfindet, was dem kleinen die Stimme verschlagen hat. Ein Kirschkern steckt in seinem Hals fest. Als der Kleine von dem Kern befreit ist, fängt er an aus vollem Halse ein kräftiges "Raaah" zu singen. Die anfängliche Freude der Eltern über die "normale" Stimme ihres Babys schlägt nun sehr schnell in Genervtheit über den ungewohnten Lärm um. Um der Lärmbelästigung ein Ende zu setzen, geben sie ihrem Kleinen eine ganz besondere Köstlichkeit: frische Kirschen.     

Thematik: 

Das Bilderbuch weist u. E. weder interkulturelle Hinweise noch antirassistische Aspekte auf, dafür jedoch eine intergenerationelle Thematik. Erst sind die "Raben-Eltern" schockiert, dass ihr kleines Raben-Baby nicht den typischen Rabengesang singen kann. Nachdem die Ursache gefunden und der Kleine von dem Kern befreit ist, fühlen sich die "Raben-Eltern" wiederum schnell von seinem kräftigen Gesang belästigt. Da ihnen das bloße Wissen um die Normalität ihres Babys vollkommen ausreicht, stopfen sie ihm den kleinen Schnabel mit der bewährten Kirschkern-Methode. In der Rabengesellschaft ist weder Platz für Anderssein ("Piep") noch für eine freie und ungezwungene Entwicklung des Raben-Kindes ("Raaaaaaah"). Auch die Gestaltung des Buches ist eher dunkel und unbeweglich. Seine Handlung beschränkt sich weitestgehend darauf, dass die dunklen Raben im immer gleichen Baum über den Sonderling zu Rat sitzen.  

Fazit:  

Das Buch hat bei uns einen eher düsteren Eindruck hinterlassen. Obwohl sich alle Kinder als 'Neulinge' mit mehr oder weniger rigiden Konventionen ihrer Eltern, der Elterngeneration und auch der Gesellschaft konfrontiert sehen und dies u. E. ein sehr wichtiges und gutes Thema für ein Kinderbuch darstellt, ist die Umsetzung sehr pessimistisch und wenig Mut machend. 
(Anneke Naumann und Katja Bach)

Schader, Basil / Obrist, Jürg: Hilfe! Help! Aiuto! Zürich: Orell Füssli Verlag 1999. 24 S., 4,90 EURO. ISBN 3 280 02755 1.
Als Fifi, ein ausländisches Mädchen, in die Schule kommt, merkt sie, daß die meisten Kinder ganz anders sprechen als sie selbst. Auch Fifis Mitschüler sind nicht alle Deutsch, sondern kommen aus vielen verschiedenen Ländern. Dadurch wird natürlich die Kommunikation zwischen den Kindern beeinträchtigt. Manche Kinder nennen einen Apfel Apfel, andere sagen Opfu, wieder andere sagen Molla usw. Um diese Situation zu erleichtern schlägt Fifi vor, einfach alles alles zu nennen. So sagen die Kinder nun zum Beispiel: „Wo ist das Buch Libri Buech Libro...?“ Nun verstehen alle Kinder alles, aber sie sehen auch ein, daß diese Art zu sprechen viel zu kompliziert ist. Also beschließt die Lehrerin, daß der Unterricht doch wieder auf Deutsch abgehalten werden muß. Allerdings wird dafür eingeführt, daß sich die Kinder und die Lehrerin jeden Morgen in ihrer jeweiligen Landessprache begrüßen. Außerdem können die Kinder den Unterricht trotzdem ein wenig mit ihrer eigenen Sprache bereichern, zum Beispiel indem sie ein Gedicht in ihrer Sprache vortragen. Diese Regelung scheint perfekt zu sein, denn am Ende des Buches machen sich die Kinder darüber Gedanken, ob z. B. Tiere auch Sprachen haben, und nicht mehr über ihre eigenen Sprachprobleme.
Der größte interkulturelle Aspekt in diesem Buch ist die bunt gemischte Klassengemeinschaft mit Kindern aus vielen Ländern dieser Welt. Sie bringen sich gegenseitig ihre Sprachen bei und setzen sich mit den Problemen auseinander, die ihre Vielsprachigkeit mit sich bringt, und finden schließlich auch eine Lösung.

Antirassistische Aspekte haben wir darin gesehen, daß die Akzeptanz der unterschiedlichen Nationalitäten der Mitschüler gefördert wird und auch schon besteht. Dieses Buch zeigt, daß es durchaus möglich ist, daß sich bunt gemischte Gruppen gut verstehen und zusammenarbeiten können.

(Angelika und Henning)

 

Schaefer, Renate: In einem Land. Zürich: atlantis kinderbücher, verlag pro juventute 1993. A4-Format, 26 S., 22,80 DM. ISBN 3-7152-0266-1.

 

Schami, Rafik / Knorr, Peter : Der Wunderkasten. Weinheim: Beltz 1990. ISBN 3-407-80363-X.

 

Schami, Rafik / Els Cools und Oliver Streich: Der Schnabelsteher. 3. Auflage. Zürich u.a.: Nord-Süd 1996.

 

Schami, Rafik / Rapp, Erika: Bobo und Susu. Als der Elefant sich in eine Maus verliebte. 3. Aufl. Wien / München: Jungbrunnen 1989. 28 S., 22,80 DM. ISBN 3-7026-5588-3.
Bobo, eine Elefant, ist der schwächste in seiner Herde und sehr unglücklich. Eines Tages trifft er die Maus Susu und verleibt sich in sie. Auch Susu verliebt sich bald in Bobo. "Natürlich" gestaltet sich ihre Beziehung als nicht ganz unproblematisch. Im Alltag gibt es viele Probleme, z. B. ist es einerseits für eine Maus schwierig, einen Elefanten zu umarmen, und andererseits ist ein zärtlicher Elefantenkuss vielleicht doch nicht so zärtlich für eine Maus. Ihr größtes Problem ist jedoch, dass ihre Liebe von den anderen Elefanten und Mäusen nicht gut geheißen wird. Verzweifelt haben beide die gleiche Idee: sie gehen unabhängig voneinander zu einem Zauberort und werden in eine Maus bzw. in einen Elefant verzaubert. Nun ist Bobo eine Maus und Susu ein Elefant. Letztendlich überwinden die beiden aber alle Hindernisse und werden miteinander glücklich.
Es geht um Freundschaft, Freundschaft mit "Outsidern", "gegen den Strom schwimmen", "die Anderen", "zu den eigenen Gefühlen stehen", "nicht-dazu-gehören", "Vorurteile überwinden" usw.
All dies sind kulturübergreifende Phänomene/ Themen, d. h. jede/r Leser/in kann sich angesprochen fühlen und schnell einen persönlichen Bezug zur Geschichte herstellen. Dies wird durch die Tatsache unterstützt, dass die Hauptdarsteller Tiere und keine Menschen sind. 

Da die zwei Hauptdarsteller aus zwei unterschiedliche Gruppen kommen, der Gruppe der Elefanten und der Mäuse, und sie am Ende zueinander finden und ein gemeinsames Leben trotz ihrer Unterschiedlichkeit meistern, hat das Buch eine anti-rassistische Aussage. Sie bleiben jedoch isoliert von ihren Gruppen, d. h. sie können sich weder integrieren (sie werden weder integriert) noch fühlen sie sich am Ende zu einer oder beiden Gruppen zugehörig (sie sind isoliert), geschweige denn das es eine Vermischung der ganzen Gruppen gäbe oder wenigstens Toleranz geschaffen würde. So bleibt es doch irgendwie "einTropfen auf den heißen Stein".

Das Buch macht zwar Mut, zu den eigenen Gefühlen zu stehen und auf andere zuzugehen, zeigt aber andererseits keinen Weg aus der daraus entstehenden Isolation. Außerdem findet leider auch kein Umdenken/ keine Annäherung der Gruppen statt.
(Nieves Becker)

 

Schami, Rafik / Rapp, Erika: Der Löwe Benilo. Wien / München: Jungbrunnen 1989. 28 S., 22,80 DM. ISBN 3-7026-5625-1.

 

Schami, Rafik / Könnecke, Ole: Wie ich Papa die Angst vor Fremden  nahm. München / Wien: Carl Hanser Verlag 2003. A4-Format, 28 S., 12,90 EURO. ISBN 3-446-20331-1.

Dieses Bilderbuch handelt von einem kleinen Mädchen und ihrem Vater. Der Vater hat Angst vor Schwarzen, deshalb sagt seine Tochter ihm nicht, dass ihre beste Freundin Banja schwarz ist. Nun wird sie von Banja zum Geburtstag als Einzige eingeladen. Sonst kommt nur Banjas Familie, die natürlich auch schwarz ist. Das kleine Mädchen hat eine Idee. Sie will ihren Vater mitnehmen, damit er für Banja zaubert. Gleichzeitig soll ihr Vater seine Angst vor Schwarzen verlieren. So gehen beide zum Geburtstag und werden von Banjas afrikanischer Familie traditionell empfangen. Zuerst fürchtet sich  ihr Vater, doch als er seinen Zaubertrick vorführt, verliert er seine Angst.

In diesem Bilderbuch geht es um die Problematik zwischen Weißen und Schwarzen. Viele Migranten leben in Deutschland und leben ihre unterschiedlichen Kulturen aus. Die Angst des Vaters beruht auf Vorurteilen gegenüber Schwarzen. Seine Tochter ist dagegen offen und hat eine schwarze Freundin. Sie dient als Vermittler zwischen den Kulturen.

(Ute und Martina)

 

Schlossmacher, Martina / Gider, Iskender: Das schwarze Huhn. 4. Aufl. Gossau / Zürich / Hamburg / Salzburg: Michael Neugebauer Verlag, Verlagsgruppe Nord-Süd Verlag 1999. A4-Format, 24 S., !2,80 Euro. ISBN 3-85195-215-4.

Diese Geschichte spielt in einem Hühnerstall, in dem gelbe Hühner und ein schwarzes Huhn wohnen. Das schwarze Huhn wird von den anderen ausgegrenzt, aber nicht nur weil es eine andere Farbe hat, sondern hauptsächlich, weil es andersartige Eier legt. So haben diese die Form von einem Halbmond, eines Dreieckes o.ä. Nichts darf es mitmachen. Alle lachen es aus

Eines Tages kommt der König vorbei, um sich die schönsten Eier auszusuchen. Er sucht sich (natürlich) die Eier des schwarzen Huhnes aus, sodass dieses fortan auf seinem Schloss lebt.

Interkulturelle Hinweise gibt es insofern als dass der König es scheinbar nicht schlimm findet, dass dieses Huhn anders ist. Er macht sich darüber gar keine Gedanken.  Er überwindet den „inneren Schweinehund“ und nimmt das Huhn zu sich.

Antirassistische Aspekte gibt es nur dem König gegenüber, denn die anderen Hühner akzeptieren ihn nicht, sondern denken ihm auch noch böse, als der König fragt, wem die Eier gehören.
(Katrin Horn, Ulrika Klemp) 

 

Schreiber-Wicke, Edith / Holland, Carola: Der Rabe, der anders war. Stuttgart / Wien / Bern: Thienemann 1994. 27 S., 22,00 DM. ISBN 3-522-43158-8.

 

Shigeo, Risho: Ein Baum. Berlin: Basis Verlag 1981. 47 Seiten. ISBN 3-88025-012-X.

 

Smith, David J. / Armstrong, Shelagh: Wenn die Welt ein Dorf wäre. Wien / München: Jungbrunnen Verlag 2002. A4-Format, 32 S., 15,20 EURO. ISBN 3-7026-5743-6.

 

Sopko, Eugen: Der weiße Rabe und das schwarze Schaf. 3. Aufl. Gossau / Hamburg / Salzburg: Nord-Süd Verlag 1991. A4-Format, 24 S., 24,80 DM. ISBN 3-314-00552-0.

 

Stephan, Lea: Wie der zweite Mond verschwand. Eine Geschichte in deutscher, englischer, französischer, türkischer, italienischer, albanischer und arabischer Sprache. Freiburg: IBiS 2003. A4-Format, 34 S., incl. sechssprachiger CD 10,00 EURO + 2,00 EURO Versand. ? Bezug: IbiS, Schwarzwaldstr. 2, 79117 Freiburg, Fax: 0761 701 921, mail@ibis-freiburg.de

 

Taufiq, Suleman / Bülow, Christine / Hazimeh, Ibrahim: "Oh wie wunderbar ist Fliegen" oder: Wie die Ente den Mond sucht. Ein Märchen für deutsche und arabische Kinder. Berlin: Edition Orient 1988 (arabisch-deutsch).

 

Torossi, Eleni: Tanz der Tintenfische. Gutenachtgeschichten, nicht nur für Kinder. Mit Zeichnungen von Giorgo Nilo. Kiel: Neuer Malik Verlag 1986 & Reinbek: Rowohlt 1989 (mit Bildem von Cornelia Funke).

 

Trezise, Percy / Roughsey, Dick: Der Riese Turramulli. Ein Märchen der australischen Aborigines. Göttingen: Lamuv 1990. 30 S., 24,00 DM. Reihe: BAOBAB -Kinder- und Jugendbücher aus Afrika, Asien, Australien, Lateinamerika. ISBN 3-88977-219-6.

 

Ungerer, Tomi: Flix. Zürich: Diogenes Verlag 1997. A4-Format, 32 S., 26,90 DM. ISBN 3 257 00842 2.

 

Velthuijs, Max: Frosch und der Fremde. München: Lentz Verlag 1993. 24 Seiten. ISBN 3-88010-269-4.

Frosch, Schwein, Hase und Ente leben in einer festen Gemeinschaft. Eines Tages schlägt ein Fremder, Ratte, in der Nähe des Waldes sein Lager auf. Er trifft auf Vorurteile und niemand möchte etwas mit ihm zu tun haben. Nur Frosch ist neugierig und schließt schließlich mit Ratte Freundschaft. Doch er kann die anderen nicht davon überzeugen, dass Ratte wirklich nett ist. Erst als Ratte den anderen in Notsituationen zu Hilfe kommt und Hase ohne ihn ertrunken wäre, wird er von der Gruppe akzeptiert.

Interkulturelle Hinweise:

Zwei Kulturen stoßen aufeinander. Zum einen eine feste Gruppe, die als Gemeinschaft zusammen lebt, und auch zum Teil sehr vorgefertigte Meinungen haben. Zum anderen eine einzelne Person, die einen völlig anderen Lebensstil pflegt, sie ist nicht sesshaft und reist viel umher und tritt anderen Personen offen und freundlich gegenüber.

Antirassistische Aspekte:

Anfangs verhält sich die Gruppe rassistisch gegenüber dem Neuankömmling, sie tritt ihm mit Vorurteilen gegenüber. Einzig der Frosch verhält sich tolerant und möchte das Neue gerne kennen lernen. Der Ausgang des Buches ist antirassistisch, da hier deutlich gemacht wird, dass egal wie jemand aussieht oder lebt, er toleriert werden muss und sogar sehr hilfreich und nett sein kann. Mann sollte also erst einmal genau hinschauen, bevor man über jemanden urteilt.

Von Justine und Lina.

 

Waechter, F. K.: Der Anti-Struwwelpeter oder Listige Geschichten und knallige Bilder. Zürich: Diogenes Verlag 1982. 30 S., ISBN 3-257-25063?0.

 

Waechter, Friedrich Karl: Der rote Wolf. Zürich: Diogenes Verlag 1998. A4-Format, 60 S., 14,90 Euro. ISBN 3-257-00848-1.

 

Zéghidour, Slimane / Thibault, Dominique: Der Mann, der Gott begegnen wollte. Eine Erzählung aus dem Islam. Lahr und Stuttgart: Verlag Ernst Kaufmann und Klett 1994. 39 S., 20,80 DM. ISBN 3-7806-2352-8 und 3-12-69051-5.

 

 

Trikont- Foto/Bilder-Sachbücher

 

Cosey: Aminata. Eine Reise durch Afrika. Carlsen Verlag 1994. A4-Format, 46 S. mit 1 A1-formatigen Poster, 22,00 DM. ISBN 2-8036-1109-0.

 

Durrell McKenna, Nancy: KwaZulu. Ein Mädchen aus Südafrika erzählt. Wuppertal: Peter Hammer 1988. 25 Seiten, 16,80 DM. ISBN 3-87294-284-0.

 

Gartung, Werner: Komm mit nach Timia. Unser Leben im Sahel (Niger). Wuppertal: Peter Hammer 1986. A4-Format, 48 Seiten, 18,80 DM. ISBN 3-87294-310-3.

 

Hoffmann, Gisela / Lüllau, Edgar und Hildegard: Justin. Ein Junge aus Kamerun erzählt. Wuppertal: Peter Hammer 1992. 25 S., 19,80 DM. ISBN 387294-494-0.

 

Ingermann, Beatrice: Teegrün ist mein Land. Ein Mädchen aus Sri Lanka erzählt. Wuppertal: Peter Hammer 1989. 27 Seiten, 16,80 DM. ISBN 3-87294-387-1.

 

Krebs, Ursula: Wir lieben unser Land. Kinder erzählen aus Tanzania. Wuppertal: Peter Hammer 1984. A4-Format, 32 S., 12,80 DM. ISBN 3-7795-7637-6.

 

Kuhn, Markus / Regenhardt, Katharina: Prinzessin Merlina. Ein Foto-Bilderbuch über das Leben eines Mädchens auf den Philippinen. Wuppertal: Peter Hammer 1985. 64 S., 18,80 DM. ISBN 3-87294281-6.

 

Lutz-Marxer, Katrin / Lutz, Christoph: Muraho! Zu Besuch bei der Familie Sibomana. Wuppertal: Peter Hammer 1986. 31 S., 19,80 DM. ISBN 3-87294-304-9.

 

Runnerström, Bengt Arne: Arahuaco. Ein Indiojunge aus Kolumbien erzählt. Wuppertal: Peter Hammer 1986. 48 Seiten, 18,80 DM. ISBN 3-87294-287-5.

 

Schermbrucker, Reviva / Daly, Niki: Charlie?s House. Aachen: Misereor 1995. 30 S., 12,00 DM. ISBN 3-00-000358-4.

In dem Buch " Charlie`s  house" geht es um einen afrikanischen Jungen, der in einer Blechhütte mit seiner Familie wohnt. Er hat keine Spielsachen und fängt deshalb an sich ein Haus aus Lehm zu bauen. Dieses Haus richtet er auch mit Tischen, Stühlen und Betten ein in verschiedenen Räumen. In seiner Fantasie hat Charly nicht nur ein Haus, sondern auch ein schönes Auto, mit dem er fährt und alle, die ihn sehen, bewundern ihn.
Interkulturelle/ antirassistische Aspekte:
Auffallend an dieser Geschichte ist der Gegensatz zwischen Charly richtigem Haus und dem Haus, das er sich baut. Sein Elternhaus ist eine Wellblechhütte in einem armen Viertel, vielleicht sogar ein Slum. Es gibt kaum Möbel und alle aus der Familie leben in einem Raum. Das Haus, das Charly sich baut, sieht ganz anders aus. Es wirkt sehr westlich eingerichtet mit den vielen Möbeln und jeder hat ein Zimmer mit einem eigenen Bett. Es gibt außerdem eine Fernseher, ein Auto, einen Kühlschrank und eine Badewanne. Das sind alles Dinge, die Charly  selbst nicht hat, sie aber kennt, aus der Werbung oder aus dem Fernseher bei anderen Leuten.
In diesem Buch werden zwar zwei verschiedene Lebenswelten dargestellt, doch sehr einseitig, meiner Meinung nach, denn von Charly lernt man nur seine Armut kennen und das was er sich aufbaut, das Haus und das Auto, das sind die tollen Dinge, die er aber selbst nicht hat.
In diesem Buch wird ein Konflikt oder eine Tatsache dargestellt, die es wirklich in Afrika und auch in Indien oder bestimmt Südamerika gibt. Die Situation nämlich, das die armen Menschen auch das Leben der reicheren Menschen aus anderen Teilen der Erde  kennen lernen und damit konfrontiert werden. Doch nicht alles was so positiv scheint ist es wirklich und genauso umgekehrt. Nicht alles in Charly`s Leben ist arm. Und nicht alle Dinge der reicheren Menschen sind nur positiv und bewundernswert, so wie Charly sich das vorstellt. Es gibt auch viele gute Dinge, die aber in diesem Buch nicht vorgestellt werden. Deshalb ist mein Eindruck, dass das Thema schon sehr wichtig ist, doch in diesem Buch nicht ausgeglichen und ausreichend dargestellt wird.
(Jenny Friedrichsen)
In dem Buch " Charlie`s  house" geht es um einen afrikanischen Jungen, der in einer Blechhütte mit seiner Familie wohnt. Er hat keine Spielsachen und fängt deshalb an sich ein Haus aus Lehm zu bauen. Dieses Haus richtet er auch mit Tischen, Stühlen und Betten ein in verschiedenen Räumen. In seiner Fantasie hat Charly nicht nur ein Haus, sondern auch ein schönes Auto, mit dem er fährt und alle, die ihn sehen, bewundern ihn.
Interkulturelle/ antirassistische Aspekte:
Auffallend an dieser Geschichte ist der Gegensatz zwischen Charly richtigem Haus und dem Haus, das er sich baut. Sein Elternhaus ist eine Wellblechhütte in einem armen Viertel, vielleicht sogar ein Slum. Es gibt kaum Möbel und alle aus der Familie leben in einem Raum. Das Haus, das Charly sich baut, sieht ganz anders aus. Es wirkt sehr westlich eingerichtet mit den vielen Möbeln und jeder hat ein Zimmer mit einem eigenen Bett. Es gibt außerdem eine Fernseher, ein Auto, einen Kühlschrank und eine Badewanne. Das sind alles Dinge, die Charly  selbst nicht hat, sie aber kennt, aus der Werbung oder aus dem Fernseher bei anderen Leuten.
In diesem Buch werden zwar zwei verschiedene Lebenswelten dargestellt, doch sehr einseitig, meiner Meinung nach, denn von Charly lernt man nur seine Armut kennen und das was er sich aufbaut, das Haus und das Auto, das sind die tollen Dinge, die er aber selbst nicht hat.
In diesem Buch wird ein Konflikt oder eine Tatsache dargestellt, die es wirklich in Afrika und auch in Indien oder bestimmt Südamerika gibt. Die Situation nämlich, das die armen Menschen auch das Leben der reicheren Menschen aus anderen Teilen der Erde  kennen lernen und damit konfrontiert werden. Doch nicht alles was so positiv scheint ist es wirklich und genauso umgekehrt. Nicht alles in Charly`s Leben ist arm. Und nicht alle Dinge der reicheren Menschen sind nur positiv und bewundernswert, so wie Charly sich das vorstellt. Es gibt auch viele gute Dinge, die aber in diesem Buch nicht vorgestellt werden. Deshalb ist mein Eindruck, dass das Thema schon sehr wichtig ist, doch in diesem Buch nicht ausgeglichen und ausreichend dargestellt wird.
(Jenny Friedrichsen)

 

Schmidt, Veronika: Ich bin Paco. Ein Junge aus den Anden erzählt. Wuppertal: Peter Hammer 1988. A4-Format, 31 S., 12,80 DM. ISBN 3-87294-368-5.

 

Schulz, Hermann: Jackeline. Ein Mädchen in Nicaragua. Wuppertal: Peter Hammer 1990. 25 S., 19,80 DM. ISBN 3-87294-433-9.

 

Thomson, Ruth und Neil: Ein Dorf in Thailand. Wuppertal: Peter Hammer 1987. 25 Seiten, 16,80 DM. ISBN 3-87294-349-9.

 

Topooco, Eusebio: Wayra sieht ihr Land. Ein Aymará-Mädchen auf den Spuren seiner Geschichte. Göttingen: Lamuv Verlag 1987. 33 Seiten 19,80 DM. ISBN 3-88977-165-3.

 

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